Teakanbau

Technologie und Qualität spielt in jedem Stadium der Bewirtschaftung eine wichtige Rolle.

Das Selektionsverfahren zur Auswahl optimaler Plantagenstandorte unterliegt einem klar definierten Kriterienkatalog. Dieser bewertet den Standort im Wesentlichen in Bezug auf die Bodenb–eschaffenheit, die Geländetopologie und die natürliche Infrastruktur wie z.B. die Zugänglichkeit der Plantagen. Die bewusste Auswahl des Plantagenstandorts zahlt sich später im Plantagenbetrieb in zweierlei Hinsicht aus: Einerseits können viele Zusatzkosten von vornherein verhindert werden, andererseits versprechen die sorgfältig ausgewählten Standorte ein aussergewöhnliches Wachstum der Bäume.

Oft findet man aufgrund vorgängiger Übernutzung verdichtete und versteppte Böden vor. Schweres Gerät wird aufgefahren, um Niederholz zu beseitigen und den Boden zu bearbeiten. Das ist ein entscheidender Arbeitsschritt, weil neue Setzlinge unverdichteten Boden benötigen, um richtig zu wachsen. Vor der Bepflanzung erkannte Bodenanomalien oder Mängel können häufig durch natürliche Düngung behoben werden. Ausserdem sind bei Bedarf Verbesserungen der Entwässerung, der Zugänglichkeit sowie der Infrastruktur nötig. Bei der Pflanzvorbereitung werden auch Wildtierkorridore geschaffen sowie Schutzflächen- bzw. Naturschutz-Aspekte abgeklärt.

Samen von höchster Qualität werden eingekauft und bis zur Verwendung unter optimalen klimatischen Bedingungen gelagert. Am Anfang steht das Keimbett. In ihm werden angefeuchtete Samen in ein spezielles Keimgemisch gesetzt. Nach kurzer Zeit entwickeln sich daraus winzige Setzlinge, die einer ersten Auslese unterworfen werden.
In den Baumschulen werden die Setzlinge mehrfach selektiert. Setzlinge, welche keine tadellose Entwicklung aufzeigen, werden aussortiert und schaffen es nicht bis auf unsere Plantagen. Durch das sehr aufwändige Zuchtverfahren schaffen wir die höchstmögliche Qualität an Jungpflanzen.

Während der gesamten Baumschulzeit spielt die Hygiene eine absolut entscheidende Rolle. Hände und Stiefel werden oft gewaschen. Auch kommen sterile Handschuhe und Mundschutz zum Einsatz. Alle nur möglichen Vorsichtsmassnahmen werden getroffen, um Schädlingsbefall, Krankheit oder Kontamination zu verhindern.

Für die Anpflanzung auf den Freiflächen werden Löcher in den mechanisch bearbeiteten Boden gebohrt und zwar exakt in 3-Meter-Abständen. Beigefügt werden sorgfältig abgestimmte Dünger- und Wachstumsmittel. Teakbäume wachsen ausserordentlich schnell. Nach sechs Monaten ist ein Teakbaum durchschnittlich bereits über zwei Meter hoch und überragt die Plantagenarbeiter.

Die gesamte Plantage wird mittels modernster GIS-Technologie auf unter einen Meter genau vermessen. So können detaillierte Plantagenkarten erstellt werden, welche für spätere Unterhaltsarbeiten von grossem Nutzen sind. Mittels der Plantagenkarten kann zudem der Baumbesitz von privaten und institutionellen Investoren genau zugewiesen und nachvollzogen werden.

Der richtige Unterhalt der Teak-Bäume ist für ihr Wachstum und für den Wert des Holzes entscheidend. Der Bereich am Fusse des Baumes muss von Gras, Unkraut und Unterholz freigehalten werden. Unerlässlich ist auch das regelmässige Zurückschneiden junger Bäume, um das Wachstum voranzutreiben und um Knoten und Unebenheiten zu vermindern. Makelloses Holz erzielt Spitzenpreise. Ohne permanente Beobachtung und Pflege würde kein Teak von bester Qualität heranwachsen.

Bei der Ausdünnung wird eine vorbestimmte Anzahl Bäume entfernt, damit die stärkeren, gesünderen Bäume mehr Platz zum Gedeihen haben. Ohne Ausdünnung würden die Bäume in einen Konkurrenzkampf um Nährstoffe und Sonnenlicht geraten. Die Ausdünnungsaktivitäten, welche üblicherweise im 7., 10. und 15. Jahr anfallen, stellen aber zugleich Teilernten mit kommerziellem Wert dar und machen einen wichtigen Teil der Holzerlöse aus. Beim ertragsoptimierenden System der Milestone WoodSource werden von ursprünglich 1’100 Bäumen nur rund 260 Bäume bis zum Ende der Rotationszeit stehen gelassen.

Im zwanzigsten Jahr werden alle verbliebenen Bäume geerntet. Während bereits die Vorbereitungen für den Transport zum Käufer laufen, werden die Bäume gefällt, aussortiert und zu den Sammelstellen gebracht. Die Qualität und das Volumen der Schlussernte hängen eng mit der Professionalität des vorangegangenen Plantagenmanagement zusammen. Ein systematisches und intensiv betriebenes Plantagenmanagement führt zu einer Dichte von 260 Bäumen pro Hektar mit 200-280 Kubikmeter Holz, welche kommerziell verwendbar sind und am Markt hohe Preise erzielen.

Die Märkte und Absatzmöglichkeiten für hochqualitative Holzprodukte aus professionell betriebenen Plantagenwäldern sind in letzter Zeit enorm gewachsen. Plantagenteak mittleren Alters (15-20 Jahre) wird immer gefragter, wegen seiner hohen Qualität (ideal geformtes, farblich schönes, knotenfreies Holz) und seiner Nachhaltigkeit im Anbau. Bis Teakholz als Endprodukt im Schiffsbau, als edles Möbelstück oder in der Industrie Verwendung findet, muss es zahlreiche Arbeitsschritte durchlaufen. Teakrundholz muss fachgerecht getrocknet, gelagert, zugeschnitten und entsprechend weiterverarbeitet werden.

 

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